VDMA Mitglieder auf Chemie & Petrochemie Symposium in Altamira - Mexiko am 31. März 2020

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Am 31. März 2020 findet im Chemie Clusters Tampico / Altamira das vom BMWi organisierte Symposium "Operation Excellence and Energy Efficiency in Chemical & Petrochemical Industry" in Altamira / Ost-Mexiko vor mexikanischen Betriebs- und Qualitätsleitern statt. Das Symposium wird vom VDMA begleitet und der AHK Mexiko organisiert.

Herausforderungen der Chemie- und Petrochemie in Mexiko
Bereits 2016 waren zahlreiche Teilnehmer einer ersten VDMA / BMWi Fact Finding Reise nach Mexico City sowie Ciudad del Carmen und Villahermosa über die Entwicklung des Prozesstechnik Marktes positiv überrascht. 2018 folgte eine weitere Delegation mit Workshops in Mexiko Stadt sowie in der Doppelstadt Altamira/Tampico. Hier ist der wichtigste Chemie- und Petrochemie Standort Mexikos angesiedelt. Einerseits haben sich aufgrund des Hafens Unternehmen wie Chemours, Mexichem, Sabic Mexico, INEOS, Basell Poliolefinas und BASF angesiedelt. Über den Hafen und Pipelines erfolgt vor allem die Anlieferung günstiger Feedstocks aus den Fracking-Gas Südstaaten der USA sowie der Export von Zwischen- und Endprodukten in alle Welt. Gleichwohl leidet die Branche an ausreichenden Feedstock-Lieferungen durch die heimische Pemex. Daher hat die Regierung mit der Energiereform den Markt für ausländische Akteure geöffnet – darunter auch die deutsche Wintershall DEA. Weitere Player sind BP, Total oder Shell. Die Energiereform zwingt gleichzeitig PEMEX endlich seine Petrochemieparks zu modernisieren. In benachbarten Bundesstaat Tampico hat der mexikanische Präsident AMLO eine neue Raffinerie versprochen. 

Verdoppelung deutscher Prozesstechnik Exporte 
Die weltweiten Prozesstechnik Exporte nach Mexiko, definiert als Pumpen, Kompressoren, Industriearmaturen, Bohrtechnik und Verfahrenstechnik, haben sich in den letzten 10 Jahren von gut 1 Mrd. Euro auf 3,5 Mrd. Euro (2019) deutlich gesteigert. 2015 lagen sie sogar bei 4,4 Mrd. Euro. In diesem Zeitraum hat China seine Lieferungen auf 413 Mio. Euro vervierfacht und Deutschland auf knapp 240 Mio. verdoppelt. Die Italiener konnten dagegen nur gut 50% zulegen (119 Mio. Euro). Großer Verlierer sind hingegen die USA: in den ersten fünf Jahren gab es üppige Zuwächse aber seit dem Höchststand mit über 3 Mrd. Euro 2014, geht es nur noch bergab. Die USA lieferten 2019 nur noch Prozesstechnik im Wert von 1,9 Mrd. Euro in das Nachbarland Mexiko. In Mexiko ist man für Technik aus Europa sehr offen. 

Symposium Programm 
Auf dem Symposium in Altamira erwarten wir 60 bis 80 Betriebsleiter und Experten aus den Chemie- und Petrochemie Unternehmen der Cluster der Ostküste Mexikos. Hier sind die wichtigsten Unternehmen der Branche angesiedelt. Die Hauptthemen der Fachvorträge der teilnehmenden deutschen Firmen betreffen die Themen Optimierung der Produktionsabläufe sowie Energieeffizienz (Programmentwurf s. Download). Folgende Unternehmen haben sich bisher angemeldet: 
ANDRITZ Separation, bar pneumatische Steuerungssysteme, FLUX Geräte, GEA Westfalia Separator Group, Hackforth / Vulkan, Klaus Union, Kötter Consulting Engineers, MAAG Automatic, MAN Energy Solutions, Munsch Pumpen. 
 
Das Symposium wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zur Förderung des Mittelstands auf Beschluss des Bundestages organisiert und durch die AHK Mexiko und dem VDMA Forum Prozesstechnik koordiniert. Wichtiger lokale Partner sind der Chemieverband ANIQ sowie der lokale Industrieverband AISTAC (Mitgliederliste s. Download).

Weiter Stationen Mexiko Stadt und Coatzacoalcos
Das Symposium findet im Rahmen einer BMWI-Leistungsschau statt. Neben dem Fachsymposium in Altamira sind B2B Gespräche, Besuche und Workshops mit Vertretern der Chemie- und Petrochemie in Tampico/Altamira, im weiteren Chemie- / Petrochemie-Cluster Coatzacoalcos und ein Briefing in Mexiko Stadt geplant. Start ist am Montag den 30.3. in Mexico Stadt beim Chemieverband ANIQ, wo die Teilnehmer ein Briefing zu Markt-Eintritt, Branche und Player erhalten. Danach geht es nach Altamira / Tampico sowie Mittwoch bis Freitag nach Coatzacoalcos (Programmübersicht s. Anlage).

Interessierte Unternehmen aus Deutschland haben somit die Möglichkeit sehr konzentriert in fünf Tagen einen Überblick des Marktes zu erhalten und im Idealfall Kontakte für mögliche Geschäftsabschlüsse herstellen zu können. Eine Reihe von VDMA Mitgliedern hatten durch die ebenfalls BMWi/VDMA-unterstützen ersten Delegationsreisen 2016 und 2018 so gute Erfahrungen gemacht, dass diesmal beschlossen wurde, zusätzlich ein Fachsymposium an zu bieten. 

Anmeldung und Kosten
Einige wenige Anmeldungen können kurzfristig noch angenommen werden. Das Programm wird vom BMWi massiv für den Mittelstand gefördert. Teilnahmekosten je nach Unternehmensgröße sind lediglich 500,- bis max. 1500,- Euro. 

Für Fragen wenden Sie sich bitte an: 
Ragnar Strauch, VDMA Forum Prozesstechnik, ragnar.strauch@vdma.org, Tel. +49 (0)69 6603-1393.

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