Deutsche Wasser- und Abwassertechnik 2015 - Steigerung der Exporte in schwierigem Marktumfeld

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Die deutschen Hersteller von Komponenten und Systemen zur Wasseraufbereitung, Abwasser- und Schlammbehandlung konnten ihre Ausfuhren im Jahr 2015 um fast 3 Prozent steigern.

Trotz des erneut drastischen Rückgangs der Exporte nach Russland um rund 39 Prozent (nach einem Rückgang von rund 35 Prozent in 2014) und einem Stagnieren der Exporte in den Kernmarkt EU-28 konnten die deutschen Anbieter von Wasser- und Abwassertechnik ihr hohes Exportniveau leicht ausbauen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Exporte insgesamt auf rund 977 Millionen Euro (2015) gegenüber rund 950 Millionen Euro (2014).

In der Rangfolge der weltweit stärksten Exportmärkte steht China mit 99,1 Millionen Euro (plus 9,5 Prozent) nun vor den USA, die durch einen deutlichen Zuwachs von 40 Prozent auf 66,5 Millionen Euro den zweiten Platz belegen, gefolgt von Frankreich mit 61,4 Millionen Euro (minus 12 Prozent).

EU-28 bleibt wichtigste Abnehmerregion

Trotz der teilweise deutlichen Veränderungen in einzelnen Märkten bleibt die EU-28 nach wie vor die wichtigste Abnehmerregion für die deutschen Hersteller von Wasser- und Abwassertechnik. Die Exporte in diese Staaten  sanken jedoch leicht um 0,2 Prozent auf  397,9 Millionen Euro.

Mit 213 Millionen Euro (plus 8,9 Prozent) entfielen wesentliche Exportanteile zudem auf den asiatischen Markt, gefolgt von den Nicht-EU-28 Staaten in Europa mit 126 Millionen Euro (minus 13,9 Prozent), Nordamerika mit 74 Millionen (plus 40,5 Prozent) und dem Nahen/Mittleren Osten mit 65 Millionen Euro (minus 9,5 Prozent).

Positiv ist zu bilanzieren, dass es den deutschen Anbietern von Wasser- und Abwassertechnik in 2015 gelungen ist, teilweise signifikante Markteinbrüche in einzelnen wichtigen Märkten (z.B. Russland, Frankreich, Spanien) durch ebenso deutliche Zuwächse in anderen bedeutenden Märkten (z.B. USA, Schweiz, Österreich, Niederlande) zu kompensieren.

Von der IFAT 2016, der Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft, die vom 30. Mai bis 3. Juni 2016 in München stattfindet, erwarten sich die deutsche Anbieter von Wasser- und Abwassertechnik neue Innovations- und Wachstumsimpulse.

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Peter Gebhart, VDMA Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate,
Fachabteilung Wasser- und Abwassertechnik, beantwortet sie gerne
(E-Mail: peter.gebhart@vdma.org).