Gasmarkt Brasilien - Übersicht

Saggas, Spain

Im Energie Blog „The Barrel“ (Platts) erschien am 9. Oktober 2014 ein Übersichtsartikel zu Struktur und Perspektiven des Gasmarktes Brasilien, den wir VDMA Mitgliedern als Download zur Verfügung stellen.

Bis in die 80-iger Jahre spielte Erdgas in Brasilien keine Rolle. Erst mit der Erkenntnis, dass die Wasser Ressourcen aufgrund des Energiehungers des Landes auf Dauer nicht für die Elektrizitätsherstellung ausreichen würden, begann die Regierung damals aktiv alternative Energiequelle zu prüfen. Mitte der 90-iger setzte man mit dem Bau der Gaspipeline GASBOL auf den Import großer Mengen Erdgases aus Bolivien.

Heute ist Petrobras de facto Eigentümer sämtlicher Gasimporte, sei es aus Bolivien oder über die drei vorhandenen LNG Regasifizierungsterminals. Zudem fördert Petrobras 90 Prozent des heimischen Erdgases. Auch in der Gasverteilung mischt Petrobras kräftig mit: man hält zumindest Anteile in 23 von 27 Gas Versorgungsunternehmen. Außerdem ist Petrobras der wichtigste Kunde für Gas. 40 Prozent des Gases verfeuert Petrobras für die Energieerzeugung in seinen Kraftwerken.

Das brasilianische Recht wollte mit dem „Petroleum Law“ sowie dem „Gas Law“ sowie der recht frischen „Resolution 51“ eigentlich den Markt liberalisieren. Offensichtlich ist dies nicht ausreichend gelungen, denn Petrobras agiert im Gas Markt faktisch weiterhin als Monopolist. Solange Gas-Förderung, Transportinfrastruktur (Pipeline Netz) sowie die Vermarktung an Endkunden alle weiterhin faktisch in einer Hand liegen, ist ein Markteintritt für neue Marktteilnehmer zum Scheitern verurteilt – so argumentieren Marktbeobachter. Daher wird der Ruf nach einer echten Liberalisierung – auch zum Nutzen der Petrobras selber, die dann ihre Ressourcen auf ihre Kernkompetenz Öl- & Gas-Förderung konzentrieren könnte, immer lauter. Der Autor weist darauf hin, dass in den USA dieser Lernprozess insgesamt 150 Jahre gedauert hat. Würde die Regierung diesen Weg in Brasilien beschreiten, würde man enorme Potentiale für alle Beteiligten eröffnen.

Den vollständigen Artikel finden Sie als Download.

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